– -Ostsee 2019

Shootingreise an die Ostsee

 

Fast genau 4 Jahre nach dem ersten Shootingtrip an die Ostsee war es wieder so weit. Das Auto war gepackt, die Mädels wurden abgeholt und es ging los an die Ostsee.

 

Aber erstmal zum Anfang:
Jacqueline und ich standen uns bei einem Shooting mal wieder gegenüber und sprachen über irgendwelche Ideen, die wir mal umsetzen wollten. Schnell kamen wir auf Jacquelines Hochzeitskleid und wir hatten beide den Wunsch, dieses nochmals für ein Shooting zu nutzen (die Hochzeit durfte ich ja schon begleiten).

Ich hatte schon länger die Idee, ein Hochzeitskleid am Strand bei auf- oder untergehender Sonne mit Blitzlicht zu fotografieren. Die Idee stieß sofort auf Begeisterung bei Jacqueline und die Planungen starteten. Jacqueline war ja bei der Tagestour nach Dahme vor 4 Jahren auch schon dabei und schnell war klar ein Tagestrip ist zu kurz, zu anstrengend und in unserem Alter nicht mehr wirklich machbar.

Schnell sprachen wir von einer Übernachtung vor Ort und sammelten Ideen um  die dann gegebene Zeit auch voll auszunutzen. Die Ideen wurden immer mehr und so kam es, dass wir uns dazu entschieden haben eine Freundin von Jacqueline mitzunehmen. Schließlich mussten die beiden sich gut verstehen, denn sie sollten ja in einem Zimmer schlafen, während für mich das Sofa im Wohnzimmer eingeplant wurde. 

Schnell stand fest, dass es Johanna sein musste, die uns begleiteten sollte. Nach einigen Schwierigkeiten, was die Arbeit der beiden betraf, haben wir uns für ein Wochenende entschieden und die endgültigen Planungen gingen los.

  • Bildideen sammeln
  • Klamotten raussuchen oder bestellen incl. Surfbrett
  • Bildideen nach Thema und Tageszeiten sortieren
  • Shootingideen und Technik für schlechtes Wetter als Reserve einplanen
  • Unterkunft suchen (dies war besonders schwierig)
  • Zeitplan erstellen und hoffen, dass dieser so ungefähr aufgeht
  • .....

Irgendwann hatten wir genug geplant und uns sogar nochmal getroffen um alles nötige abzusprechen und dann war es endlich soweit. Es ging ans Tasche Packen:

Heiland, was nimmt man da alles mit? Alles oder doch nur das nötigste? Aber was wenn dann ausgerechnet was ausfällt? Scheiße! Reicht der Kofferraum dann überhaupt aus. Müssen Blitze mit für drinnen, falls es regnet? 

Fragen über Fragen und eine Entscheidung musste her!

Also Hauptkamera, Zweitkamera (gleichzeitig zum filmen) und ne GoPro mussten reichen. Dazu natürlich viele, viele Akkus. Also eigentlich alle die ich für die jeweilige Kamera habe. Porty, Lichtformer etc. durften auch nicht fehlen. Einen Koffer mit extra bestellten Klamotten für die Mädels und natürlich mein Reisegepäck mussten auch ins Auto. Das Surfbrett hat mich am meisten Nerven gekostet, passte aber prima ins Auto. Jetzt nur noch beten, dass die Mädels keine Überseekoffer packen würden. 😀

Der 1. Reisetag:

Morgens um 9 Uhr holte ich Jacqueline in Westerode ab. Es wurde gleich lustig, denn nicht nur ich habe im Vorfeld viel Kritik bekommen, dass ich nun mit 2 Mädels an die Ostsee fahre und in einer Ferienwohnung übernachten wollte. Nein, auch Jacqueline bekam noch das Wort zum Sonntag kurz vor Abreise. 😀

Schnell nach Göttingen um Johanna einzusammeln und tatsächlich passten alle Koffer, Kisten und Flaschen irgendwie ins Auto, was die Mädels so eingepackt haben. Auf der Autobahn kamen wir mehr oder weniger gut voran, so dass die Mädels die entspannte Zeit nutzen um mal eben anzustoßen. Die Reise sollte entspannt bleiben, denn angestoßen haben sie noch ziemlich oft. 😀

Da wir sehr schnell dem Ziel näher kamen, war der erste Weg direkt ans Meer um dort ein bisschen Instagram zu füttern und eine Kleinigkeit (Bifi und RedBull) zu essen und trinken. Anschließend fuhren wir noch schnell einkaufen, um auch die nächsten Tage nicht verhungern zu müssen. Jetzt aber ab zur Wohnung!

Angekommen in Kabelhorst (ja der Ort heißt wirklich so und ist ca. 12 km von der Ostsee entfernt) suchten wir unsere Unterkunft. Ein bisschen verwundert war ich schon, denn hatte ich vor der Reise immer Kontakt mit Clotilde, erwartete uns ihr Mann Karsten und war sichtlich erstaunt, dass ich mit 2 Mädels anreise. Die Gedanken von Karsten hätte ich gern lesen wollen. 😀 Nach kurzer Erklärung unserer Geschäftsbeziehung zeigte uns Karsten noch schnell die Wohnung, bevor es dann an die Vorbereitungen fürs erste Shooting ging.

Mit leichtem Nieselregen im Gepäck fuhren wir wieder nach Dahme an den Strand. Glücklicherweise ließ der Regen nach und wir konnten, zumindest trocken von oben, unser erstes Shooting durchziehen. Ich schreibe extra durchziehen, denn mit 15 Grad und Wind war es für Jacqueline und Johanna wohl nicht so angenehm, aber tapfer wie sie sind, konnten wir ohne murren fotografieren.

Die Shootings waren immer so aufgebaut, dass wir trocken und außerhalb vom Wasser starteten und zum Ende noch ins Wasser gegangen sind. So konnten wir uns "einzeln" unter der Dusche in der Ferienwohnung wieder aufwärmen. Fleißig wie wir beim ersten Shooting waren, entschied ich mich dafür das geplante 2. Shooting auf den nächsten Tag zu verlegen und mit den beiden in mein Lieblingsrestaurant in Dahme zu gehen.

Der Vorteil mit 2 hübschen Blondinen im Schlepptau, die dazu auch nicht auf den Mund gefallen sind: Man erlebt viel! Auch wenn ich mich manchmal erwischt habe, wie ich mich ein wenig geschämt habe 😀 (Schäfer Heinrich sei Dank, wurde von den beiden öfter mal das Lied: "Ich hab ein Haus am Hühnerfrikassee" angestimmt)

So schafften es die beiden aber, dass wir uns in dem Restaurant mit dem Haus-WLan verbinden durften und fast alle Speisen nachbestellen sollten, wenn diese nicht reichen würden. Kannte ich so noch nicht und ich war schon 15 mal dort essen 😉

Nach dem wirklich leckerem Essen, war dann "Bilder sichten" in der Ferienwohnung angesagt. Zum Anstoßen gab es dann auch wieder was und gegen 10 Uhr war dann Nachtruhe angesagt, Schließlich wollten wir um 5 Uhr am Samstag aufstehen, damit wir bei Sonnenaufgang am Strand sind.

Der 2. Reisetag:

Wie besprochen klingelten um 5 die Wecker. Schnell sprangen die Mädels ins Badezimmer und stylten sich. Ich nutzte die Zeit für eine Zigarette und musste dabei feststellen, dass es gerade anfing zu regnen. So ging ich schnell wieder hoch und wollte die Planänderung bekannt geben, da waren die Mädels in Rekordzeit schon fertig geschminkt und die Haare waren auch schon gemacht. Es half aber nicht. Wir konnten nicht los! Wieder einschlafen war angesagt, da der Tag noch viel Kraft kosten sollte. 😀

Gegen 9 Uhr haben wir dann gefrühstückt und den weiteren Tag besprochen. Der Zeitplan drohte ja nun endgültig zu kippen. Kurzfristig und mehr improvisiert haben wir ein Shooting in der Wohnung gemacht. Aus der Not geboren, aber mega Bilder erstellt.

Glücklich mit den gemachten Bildern, entschieden wir uns als nächstes für das Brautkleidshooting am Strand. Es nieselte nur noch und wir waren voller Hoffnung, dass es am Strand nicht mehr regnet. Also haben sich J&J das dritte mal an diesem Tag gestylt und wir fuhren zum Strand. Der Wettergott war gnädig, denn es hörte auf zu regnen, als wir an dem kleinen Steg ankamen. Während ich das Equipment aufbaute stießen die beiden Mädels mal wieder an 😀
Das war aber auch nötig, denn auch ich musste jetzt einen Pulli überwerfen, da es echt kühl war. Den wenigen Leuten am Strand gefiel auch was wir da machten, denn es waren doch einige Neugierige dabei, die der vermeintlichen Braut auch noch alles Gute wünschten. 

Da bei diesem Shooting niemand nass wurde, konnten wir gleich das 2. Shooting an der Location und somit das 3. Shooting an dem Tag starten.

Etwas freizügiger ging es mit Bikini nun endlich ins Wasser. Posend im Wasser und anschließend nass im Sand gepost, konnte ich richtig gute Fotos schießen. Natürlich war die Neugier der Strandbesucher nicht weniger geworden. Zwei Männer fühlten sich dann genötigt mit dummen Sprüchen auf sich aufmerksam machen zu wollen. Gut gekontert gingen sie dann aber ihres Weges und wir konnten in Ruhe weiterarbeiten.

Schließlich machte sich der Hunger breit und die Kälte sorgte auch dafür, dass wir erstmal wieder in die Wohnung fahren mussten. Natürlich nicht ohne Fisch in der Tüte. Wenn man schon mal an der Ostsee ist, müsste auch leckerer Fisch gegessen werden. Also ging es für die Beiden noch mit Adiletten und Bademantel bekleidet in den örtlichen Fischladen um frischen Fisch von "Rene" zu holen. Die verwunderten Blicke der anderen Kunden waren mehr als eindeutig. 😀

Fleißig wie wir waren hatten wir meine Ideen, praktisch alle umgesetzt. Und das in 2 statt 4 Shootings an diesem Tag. Was sollten wir jetzt machen? Nach Hause fahren?
Kurzer Hand fragte ich die Mädels, was sie noch an Kleidung dabei haben und ob sie noch Lust hätten auf ein letztes Shooting.
Schnell waren Ideen vorhanden und wir fuhren zum letzten Shooting. Mit vergleichsweise viel Kleidung auf der Haut sorgten die Mädels dennoch dafür, dass den Jungs im DLRG-Turm nicht langweilig wurde. Gegen 17 Uhr war nun auch dieses Shooting beendet und nach einem weiteren Besuch bei "Rene" ging es ein letztes mal zurück in die Ferienwohnung um die Taschen zu packen, uns bei Clotilde und Klaus zu verabschieden und die Heimfahrt anzutreten.

Mit dem Schreiben dieses Textes wurde mir gerade alles wieder in Erinnerung gerufen und ich stelle fest, dass es ein richtig cooles Erlebnis war und ganz dringend wiederholt werden muss.

Jetzt möchte ich Dir aber erstmal danken, dass Du dir die Zeit genommen hast, um den Text bis hierher zu lesen. 
Zum Dank gibt es jetzt auch ein paar Bilder der Reise:

 

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